Paderborn

Paderborn überzeugt als Stadt zwischen Tradition und Hightech, zwischen Dom und Zukunftsmeile Fürstenallee, zwischen Paderquellen und TechnologiePark. Neben traditionellen Wirtschaftsbereichen bilden innovative Produktionsbetriebe und „Hightech-Schmieden“ eine stabile Basis für die gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Beeindruckend ist dabei die Vielfalt der Branchen sowie die Liste von Unternehmen mit Weltruf wie beispielsweise Benteler, Diebold Nixdorf, dSPACE und Phoenix Contact Power Supplies. Paderborn ist heute vor allem ein bedeutender Standort der Informationstechnologie. Neben der Universität hat Paderborn vier weitere Hochschulen mit rund 22.000 Studierenden. Natürlich gibt es auch berufsbezogene Aus- und Fortbildungsstätten wie Berufskollegs und -schulen. Mit der Zukunftsmeile Fürstenallee, in dem unter anderem das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM beheimatet ist, besitzt Paderborn ein bedeutendes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Produkt- und Produktionsinnovationen in Ostwestfalen-Lippe.

[ Texte: Tourist Information Paderborn]






Copyright für Bilder: Tourist Information Paderborn

Die Pader - Deutschlands kürzester Fluss

Den alten Germanen galten sie als Heiligtum, Karl der Große ließ die Sachsen in ihnen taufen und der Stadt gaben sie den Namen: die über 200 Quellen der Pader, die in Paderborn – und das hat keine andere Stadt – direkt in der Innenstadt entspringen.
Nur wenige Schritte von der Fußgängerzone entfernt, unterhalb von Dom und Abdinghofkirche, liegen die beiden Quellbezirke der Pader. Als „grüne Oase“ bilden sie einen willkommenen Gegenpol zum geschäftigen Treiben in der City.
Die Paderquellen gehören zu den stärksten in Deutschland: 5.000 Liter Wasser pro Sekunde treten im Durchschnitt aus der Erde hervor - genug, um 40 Badewannen zu füllen. Die fünf Paderarme vereinen sich noch im Stadtzentrum zur Pader, die wiederum bereits nach gut vier Kilometern in Schloß Neuhaus in die Lippe mündet. Damit ist die Paderborn Deutschlands kürzester Fluss.
Das schnell fließende Wasser trieb früher nicht nur zahlreiche Mühlen an, sondern war auch zur Herstellung des Paderborner Brotes und des berühmten Paderborner Bieres unverzichtbar.

Sehenswürdigkeiten

Ein Bummel durch Paderborn ist wie ein Spaziergang durch Jahrhunderte. Unverkennbar lässt sich die über 1200-jährige Geschichte im Stadtbild ablesen. Die rekonstruierte ottonisch-salische Kaiserpfalz an der Nordseite des Domes stammt ursprünglich aus romanischer Zeit. Davor sind die Grundmauern der Pfalz Karls des Großen zu sehen. Daneben steht die 1017 errichtete Bartholomäuskapelle. Sie gilt als älteste Hallenkirche Deutschlands und überrascht durch ihre außergewöhnliche Akustik. Deutlich auszumachen ist der Einfluss der Romanik auch am achteckigen Turm der Gaukirche, an der Abdinghofkirche mit ihren markanten Zwillingstürmen sowie an der Busdorfkiche mit ihrem sehenswerten Kreuzgang aus der Zeit um 1300. Der Übergang von der Romanik zur Gotik ist kaum besser zu erkennen als am Dom. Sein wuchtiger, 92 Meter hoher romanischer Turm steht in klarem Kontrast zum Kirchenschiff mit seinen gotischen Fenstern und Maßwerkbögen. Die Krypta ist Aufbewahrungsort der Gebeine des heiligen Liborius, seit 836 Patron der Stadt und des Erzbistums. Im Kreuzgang befindet sich das berühmte Drei-Hasen-Fenster, eines der Wahrzeichen Paderborns. Man muss es gesehen haben, sonst war man nicht wirklich in Paderborn!
Das dreigiebelige Paderborner Rathaus, das Heisingsche Haus neben der Tourist Information sowie das älteste Fachwerkhaus der Stadt, das Adam-und-Eva-Haus, sind Paradebeispiele für die Weserrenaissance. Ebenfalls in diesem Stil erbaut sind die Theologische Fakultät, das Gymnasium Theodorianum und das ehemalige Brauhaus am Rande des Paderquellgebiets.
Recht zahlreich sind die Bauten des Barock. Zu den bedeutendsten gehören die ehemalige Jesuitenkirche mit ihrem rekonstruierten Hochaltar, die Franziskanerkirche in der Fußgängerzone, die Michaelskirche, das Erzbischöfliche Palais, die Liborikapelle am Liboriberg, die Kapuzinerkirche sowie die ehemalige Domdechanei, heute Stadtbibliothek. Auch die jüngere Vergangenheit hat deutliche Spuren im Stadtbild hinterlassen. Die Libori-Galerie neben dem Erzbischöflichen Palais, die Rathauspassage zwischen Rathausplatz und Rosenstraße sowie einige andere Gebäude in der Fußgängerzone sind gelungene Beispiele für architektonische Bereicherungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Besonders deutlich wird die Modernisierung der Innenstadt bei dem 2011 fertiggestellten Gebäudekomplex rund um den Neuen Platz mit der mondänen Volksbank-Passage und dem neuen Theater. Somit präsentiert sich Paderborns Innenstadt heute als Mischung aus traditionsreichen Stätten, historischen Gebäuden und moderner Architektur.
Einen direkten Vergleich des heutigen Stadtbilds mit dem früheren ermöglichen mehr als 30 in der Innenstadt aufgestellte Bild-Tafeln. Auch virtuell lässt sich diese Gegenüberstellung unter www.zeitreise-paderborn.de unternehmen.

Museen und Galerien

Einzigartig in Deutschland ist das Heinz Nixdorf MuseumsForum, das größte Computermuseum der Welt. Es thematisiert über 5.000 Jahre Geschichte der Informationstechnik, vom Beginn der Schrift, über die ersten Rechen- und Schreibmaschinen, die Entwicklung der Computertechnik bis hin zu den neuesten Entwicklungen. Aktuelle Sonderausstellungen und Vortragsreihen ergänzen die Ausstellung. Das Museum in der Kaiserpfalz befindet sich in der rekonstruierten mittelalterlichen Pfalzanlage. Es zeigt Grabungsfunde wie prächtige Gläser und Kannen aus der karolingischen Pfalz Karls des Großen sowie Funde aktueller Grabungen in und um Paderborn. Direkt am Dom liegt das Diözesanmuseum. Präsentiert werden dort sakrale Kunstwerke des 10.-20. Jahrhunderts, darunter die romanische Imad-Madonna und der barocke Libori-Festaltar. In der Schatzkammer des Museumswird der vergoldete Liboriusschrein aufbewahrt. Im Deutschen Traktoren und Modellauto Museum gibt es einen nahezu kompletten Überblick der Entwicklungsgeschichte deutscher Traktoren anhand vieler bekannter Hersteller wie Lanz, Hanomag, Deutz oder MAN. Im Naturkundemuseum im Marstall Schloß Neuhaus stehen die Charakteristika der Landschaft um Paderborn im Blickpunkt: das Eggegebirge, die Heidelandschaft der Senne oder die Paderborner Hochfläche mit ihren Pflanzen und Tieren. Die Städtische Galerie in der Reithalle und das Kunstmuseum im Marstall Schloß Neuhaus zeigen Wechselausstellungen zum Thema Malerei und Grafik.

Paderborn – Feste feiern

Paderborns Feste haben nicht selten eine lange Tradition. „Libori“ zum Beispiel, das auf die Übertragung der Reliquien des hl. Liborius im Jahr 836 zurückgeht. Rund 1,5 Millionen Besucher genießen jedes Jahr Ende Juli in bester Stimmung die einmalige Mischung von kirchlichen Feierlichkeiten, buntem Kirmestreiben, kulinarischen Genüssen, unterhaltsamen Konzert- und Kabarettveranstaltungen und die besondere Atmosphäre des „Pottmarktes“.
Doch auch das Frühlingsfest, der Schloßsommer im Barockgarten der ehemaligen Residenz Schloß Neuhaus, das Schlemmerfestival „Hochstift á la carte“ und die Künstlermesse „Performance“ halten ein abwechslungsreiches Programm bereit.
Im Winter lädt der Paderborner Weihnachtsmarkt mit seiner festlichen Beleuchtung auf den Domplatz und vor das historische Rathaus ein. Darüber hinaus bietet Ihnen Paderborn eine ausgeprägte Kneipenkultur mit vielfältigem Angebot.

Ausflugsziele

Dort, wo die Pader in die Lippe mündet, steht eins der schönsten Wasserschlösser im Stil der Weserrenaissance - Schloß Neuhaus. Wo früher die Paderborner Fürstbischöfe residierten, finden Besucher heute Erholung im liebevoll angelegten Barockgarten und dem angrenzenden Schloß- und Auenpark. Das etwa 42 Hektar große Areal ist geprägt durch die reizvolle Auenlandschaft der Flüsse Pader, Lippe und Alme.
Der Lippesee im Paderborner Stadtteil Sande ist mit Möglichkeiten zum Segeln, Surfen, Stand-up-Paddeln, Wakeboarden und Wasserskifahren ein wahres Paradies für Wassersportler. Wer es eher gemütlicher liebt, sonnt sich am Sandstrand oder genießt den Blick auf den See und die Segelboote von den Gaststätten am Ufer aus.
Paderborns abwechslungsreiche Umgebung lädt aber nicht nur zu Ausflügen, sondern auch zum Wandern und Radfahren ein. Reizvolle Wanderungen lassen sich auch auf Paderborner Stadtgebiet unternehmen, beispielsweise auf dem Paderborner Höhenweg, dem Alten Pilgerweg, dem Karstrundweg oder der PaderWanderung. Zahlreiche Radrouten wie die Paderborner Seentour verlaufen im Paderborner Land und bieten geradezu ideale Voraussetzungen für mehr oder weniger ausgedehnte, abwechslungsreiche Radtouren.
Die etwa 20 Kilometer von Paderborn entfernte Wewelsburg - mit ihrer markanten Dreieckskonstruktion - gilt als Wahrzeichen des Paderborner Landes. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe. Heute befindet sich in der Anlage das Historische Museum des Hochstifts Paderborn, die Dauerausstellung „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 - Ideologie und Terror der SS“ und eine Jugendherberge.
Die Klosterdomäne Dalheim bei Lichtenau blickt auf eine lange, bewegte Geschichte voller Veränderung zurück. Bemerkenswert ist die fast vollständige Erhaltung der Anlage. Heute beherbergt das Gebäude das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.
Weit überragt das Hermannsdenkmal bei Detmold die Landschaft des Teutoburger Waldes. Es erinnert an die Schlacht im Jahre 9 n. Chr., mit der der Germanenführer Hermann der Cherusker ein weiteres Vordringen der Römer für alle Zeiten verhinderte. Bekannt ist die Region rund um das Monument auch als attraktives Wandergebiet.
Eindrucksvoll ragen im südöstlichen Teil des Teutoburger Waldes bei Horn-Bad Meinberg die Externsteine in den Himmel. Dieses markante Naturdenkmal umfasst eine Gruppe von 13 zum Teil bis zu 40 Meter hohen Sandsteinfelsen, die durch Verwitterung aus dem Kamm des Teutoburger Walds herauspräpariert wurden.

 
 
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